Expeditionskreuzfahrt , Spitzbergen und Ostgrönland 2013
Spitzbergen und Ostgrönland

Reisehöhepunkte
- Spitzbergen - Nordostgrönland (Scoresbysund)
- Termin 25.08. auch mit Deutschspr. Reiseleitung
Reiseverlauf
1. Tag:
Vor der Einschiffung im Hafen von Longyearbyen (zw. 16.00 - 17.00 Uhr) bietet sich abhängig von der Flugankunft die Gelegenheit zu einem Rundgang durch den Ort. Die Kirche und das Svalbard Museum mit interessanten Ausstellungen zu Bergbauindustrie und Polargeschichte sind sicherlich einen Besuch wert. Gegen Abend Fahrt durch den Isfjord.
2. Tag:
Sie fahren in den Raudfjord mit spektakulären Gletschern an der Nordostküste von Spitzbergen. Hier sind Ringel- und Bartrobben zu Hause. Auch gibt es gute Möglichkeiten Eisbären zu beobachten, zum Beispiel in der Nähe des Hamilton Gletschers, oder nahe dem Fjordende. Von hier aus nehmen Sie Kurs auf die Insel Moffen, wo sich meist Walrosse am Strand versammeln.

3. - 4. Tag:
Auf See, unterwegs nach Grönland, fahren Sie an der eindrucksvollen Kante des Packeises vor Ostgrönland entlang. Dies ist eine gute Zeit, um nach Walen Ausschau zu halten. Aber auch Seevögel begleiten Sie , wie z.B. Sturmvögel und Dickschnabellummen.

5. Tag:
Ihr Expeditionsschiff nähert sich Grönland und versucht durch das Eis in die Foster Bucht zu fahren, wo Sie auf eine Anlandung bei Myggebugten hoffen. In der offenen Tundra sind Moschusochsen und auf den kleinen Seen Gänse beheimatet. Wir steuern durch den Kaiser Franz Joseph Fjord, ein phantastischer Ort, umringt zu beiden Seiten von hohen Bergen. Im Inneren des Fjordes sammeln sich sehr viele Eisberge. Eine alternative Route im Falle, dass die Eis- und Wettersituation das geplante Programm nicht zulassen ist der enge Sofia Sund, hier können Sie Moschusochsen vom Schiff aus beobachten.
6. Tag:
Anlandung in der Blomsterbucht, wo farbenprächtige Gesteinsformationen auch "Nicht - Geologen" in Staunen versetzen. Oft sehen Sie hier Schneehasen, und auf dem großen See können Sie Eistaucher mit ihrem Nachwuchs beobachten. Am Nachmittag kreuzen Sie vor der imposanten Felsformation "Teufelsschloß" sowie Ella Ø und ermöglichen am Abend eventuell noch eine interessante Anlandung.
7. Tag:
In Antarcticahavn, einem weitläufigen und ausgedehnten Tal, in dem sich auch Moschusochsen aufhalten, zeigt sich die arktische Vegetation in ihren herbstlichen Farbtönen.
8. Tag:
Sie erreichen den Scoresby Sund mit seiner stark vergletscherten wilden Küste. Wenn es die Eissituation erlaubt, fahren Sie mit den Zodiacs entlang der Gletscherfront und versuchen in der Nähe des Maane Gletschers an Land zu gehen. Landgang auf Danmarks Ø, hier interessieren uns besonders die Überreste einer Inuit Siedlung, die vor etwa 200 Jahren verlassen wurde. Kreise aus Steinen, deuten die Lage der ehemaligen Sommerbehausungen an, und Fundamentreste von Winterhäusern sind in der Nähe einer kleinen Landzunge zu sehen. Diese Fundstellen befinden sich in gutem Zustand, so dass man heute noch die Eingänge und "bärensichere Speisekammern" sowie einige Gräber ausmachen kann. Abends setzen Sie Ihre Fahrt durch die mit wunderschönen Eisbergen gefüllten Fjorde fort.
9. Tag:
Heute wird eine Anlandung auf dem Kap Hofmann Halvø, wo Moschusochsen weiden und sich das Alpenschneehuhn und Eistaucher gerne aufhalten geplant. Die Landschaft ist ausgesprochen schön, wenn sich das Laub von Zwergweide und Zwergbirke im Herbst verfärbt. Auch die arktischen Beeren wie Heidel- oder Krähenbeere tragen mit satten Farben zu einem herrlichen Bild bei. Über die Eismassen des angrenzenden Eielsson Gletschers gelang Arved Fuchs und Rainer Neuber 1983 nach einer strapaziösen Überquerung des Inlandeises der Abstieg von der Eiskappe. Abends geht Ihre Fahrt weiter durch den Fjord Richtung Scoresby Land. Hier können sie hoffen, noch einmal auf Narwale zu treffen, aber auch die Eisberge mit ihren unglaublichen Formen und faszinierenden Blautönen sind es wert, an Deck zu bleiben. Die Tundra mit ihren warmen Herbstfarben und die hohen dunklen Berge im Hintergrund bilden einen perfekten Kontrast.
10. - 11. Tag:
Im Nordwestfjord in Scoresby Land sehen Sie riesige Eisberge, teils bis zu 100 m hoch und einen Kilometer breit. Da der Fjord selbst nur etwa 400 m tief ist, sind die meisten dieser Eisgiganten hier auf Grund gelaufen. Sie gehen in der Nähe vom Südkap an Land, um die Überreste der Inuit Winterhäuser aus der Thule-Kultur zu besichtigen. Sie besuchen Ittoqqortoormiit, die wichtigste Siedlung in der Region mit etwa 400 Einwohnern. Sie unternehmen einen Rundgang durch die Siedlung. Vor den bunten Holzhäusern schlafen zahlreiche Schlittenhunde und daneben hängen die Felle von Robben, und Moschusochsen zum Trocknen. Danach fährt Ihr Schiff südwärts vorbei an der unvergesslichen Landschaft der Blosseville Küste.

12. Tag:
Sie verbringen den ganzen Tag auf See und fahren in Richtung Island. Die Chancen stehen gut, auf Wale und Seevögelschwärme zu treffen. Bei klaren Himmel, können Sie wahrscheinlich die Nordlichter beobachten.
13. Tag:
Ende der Schiffsreise ist in Akureyri (Nordisland).
Reisetermine 2013
23.08. - 04.09. M/V Ortelius
25.08. - 06.09. M/V Plancius, deutsch-/englischspr.
Reisepreise pro Person ab Longyearbyen:
M/V Ortelius
4-Bettkabine ohne DU/WC, 2 Ober- und 2 Unterbetten, Bullauge, Deck 3: 4.290,-
2-Bettkabine ohne DU/WC, 2 Unterbetten, Bullauge, Deck 3,4: 5.090,-
2-Bettkabine/DU/WC, 2 Unterbetten, Bullauge, Deck 4: 5.990,-
2-Bettkabine/DU/WC, 2 Unterbetten, Fenster, Deck 5: 6.240,-
Superior Außenkabine, Getr. Wohn-Schlafraum, Doppelbett, Deck 5: 7.450,-
Einzelkabine/DU/WC, Bullauge, Deck 4:10.170,-
Einzelkabine/DU/WC, Fenster, Deck 5: 10.590,-
M/V Plancius
4-Bett-Kabine/DU/WC, Etagenbetten, Bullauge Deck 2: 4.290,-
3-Bettkabine/DU/WC, 1 Etagenbett und 1 Unterbett, Bullauge, Deck 2: 5.290,-
2-Bett-Kabine /DU/WC, 2 Unterbetten, Bullauge, Deck 2,3: 5.990,-
2-Bett-Kabine/DU/WC, 2 Unterbetten, Fenster Deck 4: 6.240,-
2-Bett-Kabine deLuxe /DU/WC, 2 Unterbetten, Fenster Deck 4: 6.690,-
2-Bett-Kabine Superior /DU/WC, Doppelbett, Fenster Deck 4,5,6: 7.450,-
Einzelkabine/DU/WC, Bullauge Deck 2,3: 10.170,-
Einzelkabine Deluxe/DU/WC, Fenster Deck 4: 10.590,-
Zusätzliche Aktivprogramme M/V Plancius:
Fotoworkshop Lreica Academie (max. 14 Pers.): 320,-
Treibstoffzuschlag Schiffsreise (Stand 08/12):
Bei einem Ölpreis von pro Barrel 120,- US$ ab 120 Tage vor Abreise berechnet die Reederei noch zusätzlich einen Treibstoffzuschlag von pro Person 216,-Euro.
Leistungen: Reise mit M/V Ortelius
- Schiffsreise in gebuchter Kabinenkategorie inkl. Vollpension an Bord
- Landgänge mit Schlauchbooten
- Reiseführer Spitzbergen
- Englischsprachige Reiseleitung an Bord
- Leihgummistiegfel an Bord
- Reisepreissicherungsschein
Leistungen: Reise mit M/V Plancius
- Schiffsreise in gebuchter Kabinenkategorie inkl. Vollpension an Bord
- Landgänge mit Schlauchbooten
- Reiseführer Spitzbergen
- Englischspr. Deutsch-/englischsprachige Reiseleitung an Bord ( siehe Abfahrtstermin)
- Leihgummistiefel
- Reisepreissicherungsschein
Nicht enthalten:
Persönliche Ausgaben. Getränke. Trinkgelder. Reiseversicherungen.
Mindestteilnehmerzahl *
M/V Ortelius mind. 60 Personen
M/V Plancius mind. 70 Personen
* bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl kann die Reise bis spätestens 60 Tage vor Reisebeginn abgesagt werden.
An/ - Abreisepaket
Wir buchen für Sie die zu Ihrer Reise passenden und verfügbaren Flüge und Hotels hinzu. Die genauen Daten erhalten Sie mit Ihrer Reisebestätigung. Die Flugbuchung erfolgt als Sondertarif mit Vorausbuchungsfrist (begrenzte Platzverfügbarkeit). Auf Wunsch können auch weitere zusätzliche Zwischenübernachtungen in Oslo, Longyearbyen und Island in das An- und Abreisepaket mit eingebaut werden. Preise hierzu erhalten Sie gerne von uns auf Anfrage.
Standard-Paketpreis pro Person
Bei Unterkunft im DZ: 875,-
Bei Unterkunft im EZ: 970,-
Flugzuschläge:
ab Hamburg, Berlin, Düsseldorf, München : 145,-
Hannover, Stuttgart: 215,-
ab Wien, Zürich: 295,-
Weitere Abflugsorte auf Anfrage.
Leistungen
- Linienflüge ab Frankfurt in der Economy-Klasse mit LH/SAS via Oslo nach Longyearbyen Linienflug ab Keflavik in der Economy-Klasse mit Icelandair nach Frankfurt
- alle Flugsteuern
- 1 Hotelübernachtung im DZ- oder EZ mit DU/WC/F vor der Schiffsexpedition je nach Flugplan in Oslo oder Longyearbyen
- Transfers in Longyearbyen vom Flughafen zum Hafen und zum/vom Hotel bei Übernachtung in Longyearbyen
- Gruppentransfers vom Hafen in Akureyri zum Hotel in Reykjavik (Fahrt ca. 6 Std.)
- 1 Hotelübernachtung im DZ- oder EZ mit DU/WC/F in Reykjavik
- Flybus Transfer von Reykjavik zum Flughafen Keflavik
Nicht enthalten:
Transfers in Oslo (bei Übernachtung in Oslo). Getränke und Mahlzeiten auf allen Flügen.
MV/Ortelius
Deckplan




M/V Plancius
Das Expeditionsschiff mit der Eisklasse 1D wurde 1976 als ein ozeanographisches Forschungsschiff der holländischen Marine unter
dem Namen "Hr. Ms. Tydeman" gebaut und wurde 2010 das erste Mal nach einer kompletten Überholung für Expeditionen in der Arktis und Antarktis eingesetzt.
Das komfortable Expeditionsschiff bietet Platz für 114 Passagiere in 53 Kabinen mit Dusche/WC:
Die PLANCIUS bietet Ihren Gästen ein Restaurant, einen Vortragsraum, eine Panorama-Lounge mit Bar, sowie ein weitläufiges,
offenes Deck welches Gelegenheit bietet die Landschaft, Tier/-und Pflanzenwelt mit bester Sicht zu genießen. Weiterhin ist die
PLANCIUS mit einem Dieselelektrischen Antriebsystem ausgestattet, welches die Maschinengeräusche und Vibrationen reduziert.
Die bordeigenen Schlauchboote (Zodiacs) ermöglichen zahlreiche Ausflüge.
Deckplan






4 Vierbettkabinen mit Bullauge
3 Dreibettkabinen mit Bullauge
9 Zweibettkabinen mit Bullauge
26 Zweibettkabinen mit Fenster
2 Doppelkabinen Deluxe mit ca. 15m²
10 Doppelkabinen Superior mit ca. 21m²
Schiffsdaten
Flagge: | Niederlande |
Baujahr: | 1976 / 2009 komplett umgebaut und erneuert |
Passagiere: | max. 114 |
Länge: | 89 m |
Breite: | 14,5 m |
Geschwindigkeit | 10 - 12 Knoten |
Eisklasse: | 1D |
Strom: | 220V |
Besatzung: | 45 |
Bordsprache: | englisch |
Reiseinformationen Spitzbergen
Die Inselgruppe Svalbard mit ihren ca. 61.000 km² liegt zwischen 74° - 81° Nord und 10° - 35° Ost. Die größten Inseln sind Spitsbergen, Nordaustlandet, Barentsøya, Edgeøya und Prins Karls Forland. Die Inselgruppe wird auf der Grundlage des Spitzbergenvertrages von Norwegen aus verwaltet. Es gibt mehrere kleinere Orte auf Spitzbergen und der größte Ort ist die norwegische "Hauptstadt" Longyearbyen mit etwa 2000 Einwohnern. In Ny-Ålesund, einem internationalen Forschungszentrum, gibt es ca. 50-100 Bewohner (je nach Jahreszeit). Barentsburg ist der Hauptsitz der russischen Bergbauaktivitäten und hat ca. 500 Einwohner. Zwischen den einzelnen Siedlungen gibt es keine Straßenverbindungen.
Nachdem der Polarforscher Willem Barentsz Spitzbergen im Jahre 1596 entdeckte, wurde hier von vielen Nationen Walfang betrieben. Während der Wintermonate lebten russische und norwegische Jäger und Trapper im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert auf Spitzbergen. Im Jahre 1906 errichtete der Amerikaner John M. Longyear das erste Bergwerk und war Namensgeber für den Ort Longyearbyen. 1916 übernahm dann die Store Norske Spitsbergen den Grubenbetrieb in Longyearbyen. Fast 40 Länder signierten 1920 den Spitzbergenvertrag und Norwegen erhielt 1925 die Souveränität. 2002 wurde eine erweiterte kommunale Selbstverwaltung für Longyearbyen nach einem eigenen, an die örtlichen Gegebenheiten angepassten Modell, eingeführt. Die Verantwortung für kommunale Dienste und Verwaltungsaufgaben wurde damit vom Staat auf die gewählte Lokalverwaltung übertragen. Die kleine, farbenfrohe Gemeinde Longyearbyen hat sich von einer typischen Grubengesellschaft zu einem Ort mit vielfältiger Wirtschaft und einer Reihe an Kultur-, Aktivitäts- und Dienstleistungsangeboten entwickelt.
Longyearbyen hat eine junge Bevölkerung, heute gibt es Kindergärten und eine Schule mit allen Stufen bis hin zum Gymnasium. Außerdem können Fächer wie arktische Biologie, Geologie, Geophysik und Technologie am "Universitätszentrum auf Spitzbergen studiert werden. Hüttentouren und Aktivitäten im Freien sind bei den Einheimischen beliebt. Da es keine Wege zwischen den Siedlungen Spitzbergens gibt, werden oft Motorschlitten und Boote als Fortbewegungsmittel benutzt. Forschung und Tourismus ziehen Menschen aus vielen Ländern an und unter der örtlichen Bevölkerung in Longyearbyen sind etwa 40 Nationalitäten vertreten. Die Dauer von Polarnacht und Mitternachtssonne variiert abhängig vom Breitengrad, und in Longyearbyen scheint die Mitternachtssonne vom 19.April bis 22.August. Im Zeitraum vom 28. Oktober bis 14. Februar steigt die Sonne in Longyearbyen nicht über den Horizont und die Polarnacht, dauert vom 14. November bis 29. Januar.
Frühling und Sommer
Im Gleichklang mit der Rückkehr des Lichts wachsen die Aktivitäten - März bis Mai sind spannende Monate, die Tage werden immer länger und ab Ende April scheint die Mitternachtssonne, während die Landschaft noch ins Winterkleid gehüllt ist. Die Zugvögel kehren zurück und die Felswände und Klippen füllen sich mit geschäftigem Leben, während Robben die Sonnenstrahlen auf dem Meereis genießen. Der Arktissommer ist kurz und hektisch. Trotz des permanenten Tageslichtes hat man den Eindruck, dass die Tage nicht lang genug sind, um alles mitzubekommen.
Herbst und Winter
Die Landschaft legt das Herbstkleid an und orange Farbtöne füllen die Täler während der Boden langsam wieder gefriert. Die Temperaturen sinken auf um 0° Celsius. Die Tage werden kürzer, und an einem schönen Morgen erwacht man, und Neuschnee hat die Bergspitzen überzuckert. Eine Wanderung in dieser Jahreszeit vermittelt bleibende Eindrücke. Der gefrorene Boden ist leicht zu begehen, die Luft ist kristallklar und die orangerote Abendsonne beschließt einen schönen Herbsttag in der Hocharktis. Ende Oktober wirft die Sonne ihre letzten Strahlen des Jahres auf die Landschaft, für mehr als zwei Monate ist es nun den ganzen Tag dunkle Nacht. An Wintertagen mit gutem Wetter, Vollmond, Sternenhimmel und tanzendem Nordlicht kann man aber trotzdem das wunderbare Licht erleben, das die Polarnacht so einzigartig macht. Im Februar, dem vielleicht schönsten Monat des Jahres weicht die Nacht und es wird von Tag zu Tag länger hell.
Wetter
Trotz der nördlichen Lage hat die Inselgruppe ein relativ mildes Klima, verglichen mit anderen Regionen auf gleicher Breite. In Longyearbyen variiert die Durchschnittstemperatur zwischen -14°C im Winter und +6°C im Sommer. Im Winter sind längere Perioden mit Temperaturen zwischen -20 bis -30 Grad nicht ungewöhnlich. Im Sommer kann es häufig Nebelperioden geben. Der Jahresniederschlag auf Spitzbergen beträgt meist nur 200-300 mm. Das Wetter in Spitzbergen kann sehr schnell umschlagen und sich örtlich stark unterscheiden.
Landschaft
Ca. 60 % der Fläche Svalbards werden von einer Vielzahl kleiner und großer Gletscher eingenommen. Nur 6 - 7 % des Areals sind vegetationsbedeckt. Die fruchtbarsten Gebiete finden sich in den inneren Fjordbereichen Spitzbergens. In Spitzbergen herrscht Dauerfrost, so daß nur die Oberfläche des Bodens im Sommer auftaut. Die Pflanzenwelt wird von einer kurzen Wachstumsperiode, mit wenig Niederschlägen und nährstoffarmen Boden geprägt. Trotzdem findet sich eine Vielzahl arktischer Pflanzen in Spitzbergen, allein um Longyearbyen sind über 100 Arten registriert. Insgesamt findet man auf Svalbard ca. 170 Pflanzenarten. Die Pflanzenwelt ist äußerst empfindlich, wenn die Vegetationsdecke beschädigt wird, kann das bleibende Spuren verursachen. Deshalb steht die gesamte Vegetation unter Naturschutz.
Tierwelt Spitzbergens
Die Barentssee bildet die Nahrungsgrundlage der meisten Tierarten Spitzbergens. Hier finden sich die größten Vogelfelsen des Nordatlantiks mit vielen Millionen Paaren der häufigsten Brutvogelarten - Lummen, Dreizehenmöwen und Eissturmvogel. In den großen Tälern finden sich große Bestände von Gänsen und Watvögeln und Eiderenten brüten auf der gesamten Inselgruppe. Die meisten Vögel Spitzbergens sind Zug- oder Streifvögel, die entlang der norwegischen Küste oder auf dem Kontinent überwintern. Das Spitzbergen Schneehuhn ist die einzige Vogelart, die nicht im Winter von der Inselgruppe wegzieht. Das Spitzbergen Rentier und der Polarfuchs sind die einzigen Landsäugetiere die auf Spitzbergen heimisch sind. Um Spitzbergen herum gibt es Ringelrobben, Bartrobben, Seehunde, Walrosse sowie vereinzelt auch Wale. Der Eisbär befindet sich meist auf den östlichen Inseln des Archipels, aber einzelne Tiere können überall in Spitzbergen angetroffen werden. Sie bekommen ihre Jungen in Schneehöhlen an Land und die Jungen bleiben mit der Mutter zusammen, bis sie etwa 2 Jahre alt sind. Es ist verboten, Tiere zu stören, zu fangen oder zu töten. Alle Vögel sind in der Brutsaison geschützt, Eier und Nistplätze sind ebenfalls geschützt.
Grönland
OSTGRÖNLAND
Die Natur, die Bevölkerung und Ortschaften geben ein Gesamtbild einer Kultur ab, die ursprünglicher und traditioneller als an irgendeinem anderen Ort in Grönland ist. Die Trennung vom restlichen Grönland erkennt man noch immer an Sprache und Kultur. Ostgrönland breitet sich über eine Fläche von mehr als 1.451.000 qkm aus. In diesem Gebiet wohnen weniger als 3.500 Menschen verteilt auf 2 Orte, Tasiilaq und Ittoqqorttoormiit, und 9 Ortschaften. Die Bevölkerung lebt in großem Maße von, in und mit der Natur. Im heimischen Kunsthandwerk, beispielsweise an den geschnitzten Figuren aus Zahn oder Knochen, erkennt man deutlich die mystische Inspiration durch die traditionelle Kultur. Die Jagd stellt hier noch den Haupterwerb dar.
Wissenswertes vor der Reise
Einreisebedingungen
Wenn Sie aus dem Gebiet und als Bürger der EU anreisen, benötigen für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten nur einen Personalausweis zur Einreise.
Einfuhrbeschränkungen
Grönland ist kein EU-Land.
Währung
Das Zahlungsmittel in Grönland ist die dänische Krone. Kreditkarten können gegen Abwicklungsgebühren teilweise genutzt werden.
Gesundheitswesen
Es gibt Krankenhäuser in allen größeren Städten. Wir empfehlen eine Reisekrankenversicherung abzuschließen.
Elektrizität
220 Volt.
Flugdauer intern. Flugverbindungen (Std.)
Kopenhagen - Kangerlussuaq, Narsarsuaq 4 3/4
Reykjavik - Kulusuk, Scoresbysund, Narsarsuaq 2
Keflavik - Ilulissat, Nuuk 3 1/4
Zeitzone
Der Zeitunterschied zwischen Deutschland und Grönland beträgt im Sommer -4 Stunden, zu Island sind es -2 Stunden.
Tageslicht und Temperaturen (Durchschnitt)
Tageslicht (Std.) | April | Mai | Juni | Juli | August |
Thule (Norden) | 21 | 24 | 24 | 24 | 22 |
Ilulissat (Westen) | 18 | 22 | 24 | 23 | 20 |
Kangerlussuaq (Westen) | 18 | 21 | 24 | 23 | 20 |
Nuuk (Westen) | 15 | 20 | 21 | 20 | 17 |
Tasiilaq (Osten) | 16 | 21 | 24 | 22 | 18 |
Narsarsuaq (Süden) | 15 | 18 | 21 | 19 | 16 |
Temperatur (°C) | April | Mai | Juni | Juli | August |
Ilulissat (Westen) | -8 | 1 | 6 | 9 | 8 |
Kangerlussuaq (Westen) | -8 | 3 | 9 | 11 | 9 |
Nuuk (Westen) | -4 | 0 | 5 | 8 | 7 |
Tasiilaq (Osten) | -5 | 1 | 5 | 8 | 7 |
Thule (Norden) | -17 | -5 | 2 | 5 | 4 |
Narsarsuaq (Süden) | 0 | 6 | 9 | 11 | 10 |
Hinweise :
Reisen in arktischen Regionen, speziell in Grönland bedeutet meist noch immer Verzicht auf gewohnten Komfort und es bedarf der richtigen Einstellung auf die Lebensart der Inuit und auf die klimatischen Bedingungen in unserem arktischen Gastland. Unternehmungen mit Booten und Helikoptern sind hier sehr vom Wetter abhängig. Änderungen und Verspätungen gehören deshalb zum grönländischen Alltag. Generell ist eine Reise in Grönland vom Wetter sehr stark beeinflusst und daher der Reiseablauf auch Veränderungen unterworfen und kann vor Ort kurzfristig geändert werden.