Kreuzfahrt Franz Josef Land 2011
Expeditionskreuzfahrt " Abenteuer Franz-Josef-Land "
Diese Expedition zum Franz-Josef-Land ist etwas ganz Besonderes und Einmaliges. Es gibt keine vergleichbare Reise, keine Reise widmet sich so ausführlich diesem einzigartigen Archipel und kein anderes Schiff ist dafür so gut geeignet wie der Eisbrecher Dranitsyn. Gehen sie auf Entdeckungsreise in die hohe Arktis!
Das geheimnisvolle und für viele Menschen noch völlig unbekannte Archipel des Franz-Josef-Landes ist Russlands nördlichster Außenposten im arktischen Eismeer. Seit noch nicht mal zwanzig Jahren sind diese Inseln dem Besucher erst wieder zugänglich, die Umwälzungen in der damaligen Sowjetunion machten es möglich, diesen Teil der Arktis wieder zu bereisen. Dennoch ist es nur mit einem Eisbrecher möglich, diese faszinierenden Inseln im Eis zu erreichen. Die Geschichte dieses aus ungefähr 75 unterschiedlichen Inseln bestehenden Archipels begann erst im 19. Jahrhundert und ist geprägt von Forschern und Entdeckern. Für den Besucher stellt es heute einen besonderen Reiz dar, eben diesen Spuren der Polarforscher zu folgen. Keine Landmasse liegt näher am Nordpol als Franz-Josef-Land und die Unterschiede der Inseln sind erstaunlich. Sind die meistens Inseln auch von Eiskuppen bedeckt, die entweder direkt ins Meer abbrechen oder als Gletscher das Wasser erreichen, so sind die flachen Küstenebenen von zahlreichen Seen bedeckt und von Flüssen durchzogen. Aufgrund der extrem arktischen Bedingungen ist die Flora übersichtlich – oder eben auch nicht. Denn die überwiegenden Moos- und Flechtenarten sind sehr selten zu finden. Dafür ist hier das Land der Eisbären, die großen Wanderer im arktischen Eismeer, die hier im Franz-Josef-Land noch sehr häufig anzutreffen sind. Auch Walrosse findet man wieder in großer Anzahl. Die eisfreien Gewässer wimmeln von Walen und Robben und die Mitternachtssonne macht die Nacht zum Tag.

Reiseverlauf
1. Tag: Hinflug Linienflug von Deutschland nach Oslo/Norwegen und Übernachtung.
**** Hotel.
2. Tag: Einschiffung
Weiterflug von Oslo in den Norden Norwegens, nach Kirkenes an der russischen Grenze. Sie werden hier von einem Mitglied des Expeditionsteams begrüßt und fahren mit Bussen in ca. 6 Stunden nach Murmansk in Russland. Hier angelangt, geht es gleich auf unseren Eisbrecher und bei Hochwasser heißt es sofort „Leinen los und Richtung Nord“! FA
3. Tag: Barentssee
Der erste Tag auf See führt sie über die offene Barentssee Richtung Norden. Ihre Lektoren werden sie mit Vorträgen auf ihr Ziel vorbereiten und sie haben Gelegenheit, das Bordleben zu genießen. FMA
4. Tag: Bell Island
In etwa heute sollten wir die ersten Landmassen der Inselgruppe sehen. Es hängt davon ab, wie die Wetterverhältnisse am vorherigen Tag gewesen sind. Die Bell Insel ist das östlichste Land und, da auf über 80° nördlicher Breite gelegen, sehr oft von Packeis eingeschlossen. Sie unternehmen eine Wanderung auf der drittgrößten Insel und besuchen auch eine bis heute gut erhaltene Hütte der Lee Smith Expedition von 1881. FMA
5. Tag: Kap Flora
Kap Flora auf der Northbrook Insel war 1893 das rettende Land für 25 Besatzungsmitglieder der Expedition von Lee Smith, die 1880 diese Insel entdeckten und hier überwintern mussten, nachdem ihr Schiff vor der Küste von den Eismassen zermalmt wurde. Eine große Vogelkolonie ist an den Felsklippen beheimatet, aber noch beeindruckender ist es, wenn das Schiff direkt auf den Rubini Rock zufährt, einen senkrecht aufragenden Felsen, der Brutplatz für Hunderttausende von arktischen Vögel wie Dreizehenmöven, Krabbentaucher und Eissturmvögel ist. Sie gelangen ganz nah heran und so gibt es beste Fotomotive. Lassen es die Eisbedingungen zu, so können sie vielleicht auch einen Spaziergang auf dem Eis selbst unternehmen… in der Tichaya Bucht landen wir, je nach Bedingung, entweder mit dem Zodiac oder dem Helicopter an – immer auf der Hut vor Eisbären. FMA

6. Tag: Kap Norwegia
Auf einer der nördlichsten Inseln des Archipels, Jackson Island, mussten Fritjof Nansen und Hjalmar Johansen den Winter 1895-96 unfreiwillig verbringen. Sie versuchten von hier, den Nordpol zu erreichen. Die letzten Reste ihres primitiven Unterschlupfs sind noch am Strand zu sehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie hier Eisbären, Belugas oder vielleicht sogar Narwale sehen, ist hier um Kap Norwegia besonders gut. FMA
7. Tag: Stolichky und Appolonov Inseln
Das Schiff nähert sich heute den Stolichky- und Appolonov-Inseln. Das vorhaben hier ist sehr stark von den Wetter- und Eisbedingungen abhängig. Sind die Bedingungen gut, dann umfahren sie mit den Zodiacs die Inseln. Besonders sehenswert sind dabei die Walrosskolonien. FMA
8. Tag: Wilczek-Land Insel
Kap Heller auf der Wilczek-Land Insel: 1899 überwinterten hier zwei Mitglieder der Welle-Expedition und erwarteten den Rest der Gruppe nach dessen Rückkehr vom Pol. Wie überall auf Franz-Josef-Land können sie hier sehr wahrscheinlich Eisbären und verschiedene Meeressäugetiere beobachten. Angezogen vom ungewöhnlichen Geruch werden die Eisbären dem Schiff sehr nahe kommen, sich auf ihre Hinterbeine stellen und schnüffeln… FMA
9. Tag: Champ Insel
Ein weiterer Höhepunkt ihrer Reise ist der Besuch der Champ Insel. Geheimnisvoll liegt die Insel mitten im Zentrum des Archipels und hat neben einer majestätischen Landschaft auch geheimnisvolle Steinkugeln, teilweise von mehr als 3m Durchmesser, zu bieten. Die perfekte Kugelform gibt Rätsel auf: sind es die Golfbälle des Teufels? Ihre Lektoren werden sie aufklären. FMA
10. Tag: Kap Tegethoff
„Am 30.August 1873, etwa um die Mittagszeit“, erinnert sich rückblickend Julius Payer, „standen wir alle an Deck und starrten in den uns umgebenden Nebel, welcher sich an manchen Punkten langsam zu lichten begann. Und plötzlich, Richtung Nord-West, war der Nebel ganz verschwunden und wir sahen Klippen, wie Nadeln in den Himmel ragend, majestätische Berggipfel und Gletscher. Die Sonne schien und einige Minuten waren wir von unseren Gefühlen überwältigt. Aufgeweckt wurden wir von dem Ruf „Land – Land“ und nannten das unbekannte Land nach unserem Kaiser Franz Josef“. Dies war die Entdeckung dieses Archipels durch die Weyprecht- und Payer- Expedition, die am Kap Tegethoff nach langer Irrfahrt durch das Eis erstmals wieder Land entdeckten. FMA
11. Tag: Barentssee
Ihr Kurs heißt jetzt wieder Süd – sie verlassen das geheimnisvolle Inselreich und fahren nach Murmansk zurück. In der relativ flachen Barentssee können sie mit Glück noch Wale und Seevögel beobachten. FMA
12. Tag: Murmansk
Am Morgen haben sie wieder den Hafen von Murmansk erreicht und verabschieden sich von ihrem Expeditionsteam. Eine wunderbare Reise geht zu Ende. Mit dem Bus geht es zurück nach Norwegen, nach Kirkenes, wo sie am Abend ankommen und nach Oslo fliegen. Übernachtung in Oslo. **** Hotel. F
13. Tag: Rückflug
Heute Rückflug von Oslo nach Deutschland. F
Leistungen
- Linienflüge mit LUFTHANSA/SAS ab/bis Frankfurt wie beschrieben inkl. aller Steuern und Gebühren
- je eine Übernachtungen in Oslo inkl. Frühstück vor/nach der Seereise
- Transfers lt. Programm.
- Schiffsreise in der gebuchten Kabinenkategorie inkl. Vollpension (F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen) an Bord
- alle Landgänge, Zodiacfahrten und Helikopterausflüge während der Schiffsreise
- erfahrenes Expeditions- und Lektorenteam
- Chef -Reiseleitung an Bord
- ein Reiseführer nach Wahl
- Bildband Franz-Josef-Land
- Reiserucksack
Reisetermin
26.07.11 - 07.08.11
Aufpreise
- Innerdeutsche Anschlussflüge auf Anfrage
- Flüge ab/bis Wien auf Anfrage
Visumgebühr: zzt. € 55,- p.P.
Mindestteilnehmerzahl: 75 Personen je Schiff/Abfahrt
Bei Nichterreichen einer ausgeschriebenen Mindestteilnehmerzahl behalten wir uns den Rücktritt vom Reisevertrag bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn vor.
Reisepreis pro Person in Euro
Zweibettkabine: 9.150,00 Euro
Suiten auf Anfrage
Aufpreise
innerdeutsche anschlussflüge auf Anfrage
Flüge ab/ - bis Wien auf Anfrage
Hinweise
Alle geplanten Routen und Anlandungen sind wetterabhängig und unterliegen den örtlichen Gegebenheiten. Änderungen des Programms und des Reiseverlaufs sind ausdrücklich vorbehalten.
Buchung einer halben Zweibettkabine möglich. Es fällt ein EZ-Zuschlag für das Landprogramm an.
Für diese Kreuzfahrt gelten abweichende Stornobedingungen:
bis 61 Tage vor Reisebeginn: 10%;
ab 60 Tage bis vor Reisebeginn 100% des Reisepreises.
Visum für Russland notwendig (ca. € 100,– pro Person). Das Ausfüllen eines medizinischen Fragebogens ist vorgeschrieben.
Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung.
Auslandskrankenversicherung erforderlich.
IB KAPITAN DRANITSYN
Der Eisbrecher DRANITSYN wurde in Finnland auf der Wärtsilä Werft für rund 500 Mio. US $ gebaut, und nach der Übernahme von der Mannschaft hat man am 2. Dezember 1980 auf dem Schiff die russische Flagge gehisst. Nachdem der starke Eisbrecher jahrelang in der sibirischen See eingesetzt wurde, wurde er im Jahr 1994 in Finnland neuausgestattet und in Deutschland für die Beförderung von Passagieren modernisiert. Er ist speziell für den Einsatz in arktischen Gewässern konzipiert und wird seitdem für Expeditionskreuzfahrten zu den entferntesten und schwer erreichbaren Orten der Erde eingesetzt. 1999 hat die DRANITSYN auch das norwegische Passagierschiffzertifikat erhalten. Ihre »Feuertaufe« haben das Schiff und die Mannschaft während einer drei Monate dauernden Expedition in der Arkis und einer fünf Monate dauernden Antarktis-Reise bestanden. Im Jahr 1996 war die DRANITSYN das erste Schiff, welches die Polarregionen sowohl im Süden als auch im Norden umrundet hat. Diese Reisen wurden 1999 und 2000 wiederholt.
Die DRANITSYN kann 100 Reisende an Bord nehmen, dafür sind 49 Kabinen eingerichtet, die einem hohen Komfortanspruch entsprechen und alle außen liegend sind. Jede hat ein Badezimmer, einen Schreibtisch und zwei unten stehende Betten. Für die Allgemeinunterhaltung sind geräumige Gesellschaftszimmer, eine Bar, ein Innenpool, ein Fitnessraum und eine Sauna vorhanden. Das Schiff verfügt über eine Bibliothek, einen Fahrstuhl und auch eine kleine Krankenstation für Notfälle. Ein Bordarzt begleitet die Reisen. Von der Navigationsbrücke bieten sich wunderschöne Aussichten über das Schiff und die Weite des arktischen Meeres und sie steht den Passagieren zu jeder Zeit offen. Der russische Kapitän und seine Offiziere sind ausgewiesene Experten beim Navigieren in diesen Regionen und gewährleisten eine sichere und unvergessliche Reise. Natürich ist die DRANITSYN mit den modernsten Satellitennavigationssystemen und Kommunikationsmiteln ausgestattet. Kleidervorschriften gibt es nicht
auf diesem Schiff: leger und der Route angepasst ist es am bequemsten.
Deckplan
IB KAPITAN DRANITSYN
Kabinen
Dreibettkabine
Außenkabine, 1 Etagenbett und 1 Sofabett, Du/WC, Schreibtisch, Stuhl, Fenster, ca. 12 qm²
Zweibettkabine
Außenkabine, Deck 5 – 8, 1 unten stehendes Bett und 1 Sofabett, Du/WC, Schreibtisch, Stuhl, Fenster, ca. 12 qm²
Corner Suite
Außenkabine, Deck 6, getrennter Wohn- und Schlafraum, 1 Doppelbett, 1 Sofa, Du/WC, Tisch, Stühle, TV und Hifi-Anlage, Kühlschrank, 3 Fenster – eines davon mit Blick über den Bug ca. 30qm²
Suite
Außenkabine, Deck 6 und 7, getrennter Wohn- und Schlafraum, 1 Doppelbett,
1 Sofa, Du/WC, Tisch, Stühle, TV und HiFi-Anlage, 2 Fenster, ca. 32qm²
Schiffsinformationen:
Bordsprache: Deutsch, Englisch, Russisch
Zahlungsmittel an Bord: US Dollar und Kreditkarten
Offene Brücke
freie Tischplatzwahl
erfahrenes Expeditionsteam
das Ausfüllen eines medizinischen Fragebogens vor Reiseantritt ist vorgeschrieben
Schiffsdaten:
Reederei: Murmansk Shipping
Flagge: Russland
Baujahr/Umbau: 1980
Passagiere max.: 100
Besatzung: 60
Länge: 134m
Breite: 26,50m
Tiefgang: 8,50m
Tonnage: 14.550
max. Geschwindigkeit: 15 Knoten
Eisklasse: LL3/A2A
Stromspannung: 220 V