Antarktisabenteuer mit der Kapitan Khlebnikov
Seien Sie an Bord, wenn die Kapitan Khlebnikov zum letzten Mal die halbe Umrundung der Antarktis durchführen wird. Ab März 2012 wird der legendäre Eisbrecher nicht mehr als Passagierschiff im Einsatz sein. Dieses 32tägige Abenteuer führt Sie von der Antarktischen Halbinsel vorbei an der Phantom Coast bis Hobart, Tasmanien/Australien. Unterwegs sind Landungen auf der Antarktischen Halbinsel, Peter I Island, Ross Island und Macquarie Island geplant. Der Eisbrecher durchquert die Bellingshausen- und die Amundsen-See und es sind Besuche von Kolonien der Kaiser- und Adelie-Pinguinen sowie von Forschungsstationen geplant.
Santiago de Chile - Stanley, Falklandinseln - Drake Passage / South Shetland Islands - Antarktis - Phantom Coast - Peter I Island - Amundsen Sea - Ross Island - Macquarie Island - Hobart, Tasmanien/Australien
Geschichte der Antarktis
Hunderte von Jahren vor der Entdeckung sinnierten die weisen Griechen über ein immenses Landstück ganz im Süden der Welt, welches angeblich das Gegengewicht für die großen nördlich gelegenen Kontinente bieten sollte. Dieses Stück Erde nannten sie hypothetisch "Antarktis", um einen Gegensatz zur "Arktis" zu bilden.
Die Entdeckung
Während des 18. Jahrhunderts erschienen Reiseberichte von Forschern und Seeleuten, welche von der Existenz einer Inselgruppe sprachen, die sich in den Südmeeren Südamerikas befindet.
Die Navigation durch die Drake-Passage war besonders gefährlich, da die Schiffe häufig von ihrem Kurs abkamen auf Grund der komplizierten Navigationsbedingungen. Durch diese unfreiwillige Abwege wurden nach und nach immer mehr Inseln entdeckt, was den Beginn der Entdeckung des letzten Kontinentes einleitete.
Der britische Kapitän James Cook war der Erste, der sich 1773 an die Durchquerung des antarktischen Polarkreises machte. Jedoch durchquerte der kühne Seemann die Gewässer des Kontinentes, ohne auch nur ein einziges Mal Land zu sichten. In seinem Logbuch wird von großen Robben- und Walkolonien berichtet. Diese Information verleitet später Dutzende von Walfängern zu ihren Reisen in den Süden, um sich auf die Jagd zu begeben. Bei diesen Reisen wurde durch die Fischerschiffe insgesamt etwa ein Drittel der Inseln des südlichen Ozeans entdeckt.
Es mag fast ironisch erscheinen, dass der Schlüsselfaktor für die Entdeckung der Antarktis gerade in den harten klimatischen Bedingungen zu suchen ist, auf Grund welcher die Navigation durch die Südmeere und insbesondere durch den Südatlantik zu einem äußerst riskanten Unterfangen wurde.
Reiseverlauf
1. Tag, Ankunft in Santiago de Chile:
Ankunft in Santiago. Übernachtung im Hotel in Santiago.
2. Tag, Stanley, Falklandinseln (Islas Malvinas):
Flug von Santiago nach Stanley, Falkland Islands (nicht im Preis eingeschlossen). Einschiffung am späten Nachmittag.
3-4. Tag, Auf See:
Seevögel und Meerestiere begleiten das Schiff. Unser Expeditions-Team wird Ihnen an Deck bei der Bestimmung der Tiere behilflich sein.
5-8. Tag, Südshetland Inseln - Antarktische Halbinsel:
Auf dem Weg weiter südwärts überqueren wir den Südlichen Polarkreis. Es sind Landausflüge und Zodiac-Fahrten in ruhigen Buchten geplant, in denen Dutzende Eisberge gestrandet sind. Von Marguerite Bay aus geht es in die Bellingshausen-See.
9-15. Tag, Phantom Coast - Amundsen Sea:
Die Fahrt führt uns nun entlang der „Geisterküste”. Zwei Jahrhunderte lang widersetzte sich die eisbedeckte Küste allen Versuchen, sie zu vermessen. Geplant ist ein Besuch von Peter I Island, die aufgrund der lokalen Wetterbedingungen in der gesamten Menschheitsgeschichte bisher nur von ca. 800 Menschen besucht werden konnte. Freuen Sie sich anschließend auf abenteuerliche Tage im Packeis der Amundsen-See. Auf Helikopterflügen können Sie sich aus der Luft von der Kraft des Eisbrechers bei seiner „Arbeit” überzeugen. Auch für die Tage auf See wird ein reichhaltiges Programm angeboten — von der Beobachtung der Tierwelt bis zu Präsentationen über die Arbeit auf einem Eisbrecher oder den Lebenszyklus eines Eisbergs. Die Bücherei ist geöffnet, so dass Sie sich dorthin zurückziehen können. In der Lounge können Sie Karten spielen, während Sie eine leckere Tasse Kakao geniessen. Sie können also so geschäftig oder entspannt sein, wie Sie wollen.
16-24. Tag, Ross Sea:
Das Ross-Schelfeis ist eine permanente, mehrere hundert Meter dicke Eisplatte, die zur Hälfte das antarktische Rossmeer bedeckt und mit einem Gletscher an Land fest verbunden ist. Das Meer rund um das Ross-Schelfeis ist Lebensraum von Kaiser-Pinguinen. Auf Ross Island befinden sich die US-Forschungsstationen McMurdo Base und die neuseeländische Forschungsstation Scott Base. Der Besuch von Ross Island ist streng kontrolliert, um so wenig Einfluss auf das Ökosystem zu nehmen, wie möglich. Bitte beachten Sie, dass der Besuch von Forschungsstationen einer Erlaubnis bedarf, die man erst vor Ort bekommen kann. Am Cape Royds werden wir Ernest Shackleton`s Nimrod-Hütte (1907-1909) besuchen. Ein Jahrhundert nach seiner Erbauung ist die Nimrod-Hütte nun eines der 10 am meisten gefährdeten Bauwerke der Welt.
25-27. Tag, Auf See:
In diesen Tagen überqueren Sie die Antarktische Konvergenz, eine biologische Grenze, die das antarktische Wasser von dem wärmeren Wasser des Indischen, Pazifischen und Atlantischen Ozeans trennt.
28-29. Tag, Macquarie Island:
Auf unserem Weg nach Norden besuchen wir Macquarie Island, von der UNESCO anerkanntes Weltkulturerbe. Hier brüten 4 Pinguinarten. Macquarie Island ist der einzige Ort weltweit, an dem man die white-chinned Royal Penguins (Weißkinn-Königspinguine) finden kann. Die Besucherzahl auf der Insel ist streng limitiert. Zum Schutz der Insel können manchmal die Genehmigungen für einen Besuch auch nicht erteilt werden.
30-31. Tag, Auf See:
Das Kapitäns-Abschiedsessen wird diesmal auch ein Abschiedsessen vom Eisbrecher Kapitan Khlebnikov sein.
32. Tag, Hobart, Tasmanien/Australien:
Ankunft in Hobart/Australien und Bustransfer zum FLughafen.
Reisepreis pro Person in Euro
Reisetermin | ||||
Kabinenkategorien | Suite | Corner Suite | Twin | Triple |
Preise | 31.912,- | 33.592,- | 27.032,- | 19.992,- |
Leistungen
- Alle Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Abendessen sowie Snacks, Kaffee und Tee)
- umfassendes Informationsmaterial
- Gruppentransfer vom Schiff zum Flughafen nach der Anlandung
- Gruppentransfer vom Hotel zum Flughafen und vom Flughafen zum Schiff
- Unterbringung im Hotel, mit Frühstück, die Nacht vor der Abfahrt
- Unterkunft entsprechend der gebuchten Kabine
- Landgänge und Zodiac-Exkursionen gemäß Reiseverlauf unter Leitung von erfahrenem Expeditionspersonal
- Stiefel und Parka
- Helikopterflüge, während der Schiffsreise
- Bildungsprogramm auf dem Schiff
- Alle sonstigen Dienstleistungssteuern und Hafengebühren während des Programms
Nicht enthaltene Leistungen:
- Gepäckservice
- Visa- oder Passgebühren
- Zollgebühren
- internationale Langstreckenflüge
- Unterkunft oder Mahlzeiten, abweichend von den im Programm beschriebenen
- Treibstoffzuschlag (kann von der Reederei erhoben werden, sollte der Ölpreis steigen)
- Flug Santiago de Chile - Stanley (699 USD pro Person)
- Trinkgelder
- Storno- und persönliche Versicherungsgebühren
- diverse Steuern
- Zusätzliche Ausgaben, wie Reinigungsservice, Telefonanrufe, Internetnutzung oder andere Kommunikationsmittel
Ihr Schiff
Kapitan Khlebnikov
Russische Eisbrecher zählt man zu den besten der Welt. Das Schiff Kapitan Khlebnikov ist ein herausragendes Beispiel hierfür. Es wurde im Jahr 1981 von der renommierten Wartsila Werft in Finnland gebaut und ist speziell für den harten Einsatz im Eis Nordsibiriens konzipiert.
Komfortable Unterbringung
Neben ihrer hohen Leistungsfähigkeit überzeugt die Kapitan Khlebnikov durch ihren hohen Komfort. An Bord befinden sich 54 gut ausgestatte und geräumige Außenkabinen und Suiten, mit Bad, Dusche und WC, zwei Unterbetten (davon ein Sofabett), Schreibtisch und großem Schrank. Hinzu kommen die Gesellschaftsräume, wie eine Lounge mit angeschlossener Bar, zwei Restaurants, eine kleine Bibiliothek und ein Vortragsraum. Darüber hinaus verfügt das Schiff über einen Innenpool mit Fitnessraum und Sauna, einen kleinen Shop und ein Hospital. Die Passagierdecks werden durch einen Aufzug miteinander verbunden. Auf der Kommandobrücke ist man jederzeit herzlich willkommen.
Europäische Küchenchefs und erstklassige Verpflegung
An Bord bereiten vorwiegend europäische Küchenchefs die internationalen Menüs vor. Der Proviant kommt aus Deutschland. Die gut bestückte Bar wird ebenfalls von einem europäischen Barkeeper betreut. Die Aufsicht im Restaurant liegt in deutschsprachigen Händen. Sie werden sowohl von europäischen als auch russischen Stewardessen bedient.
Polarerfahrene Offiziere und Crew
Russische Eisbrecherkapitäne, ihre Offiziere und die Crew zählen zu den Experten für außergewöhnliche Polarexpeditionen.
Erfahrene Kreuzfahrtleitung und internationale Lektoren
Eine in den Polarregionen erfahrene Reiseleitung und mitreisende Wissenschaftler aus der ganzen Welt organisieren die Expeditionen und vermitteln eine Fülle an Informationen zum Fahrtgebiet und zur Route.
Einmalige Zodiac- und Hubschrauberausfüge
Hubschrauber dienen der Eisaufklärung, erschließen darüber hinaus den Expeditionsteilnehmern aber auch eine völlig neue, sonst unzugängliche Welt und tragen mit zur Faszination dieser besonderen Kreuzfahrten bei. Ihr Einsatz ist immer wetterabhängig, weshalb ein Flug nicht im Vorraus garantiert werden kann.
Daneben befinden sich eine Anzahl von Zodiacs an Bord, die zusätzliche Anlandemöglichkeiten garantieren. Der Schutz der empfindlichen Umwelt und die Sicherheit haben bei allen Exkursionen Vorrang.
Eisbrecher-Klassifikation und modernste Technik
Mit 24.000 PS und der Klassifikation eines Polareisbrechers gehört die Kapitan Khlebnikov zu den leistungsfähigsten Schiffen der Welt, gebaut für extrem abgelegene und schwer zugängliche Polarregionen, die konventionellen eisverstärkten Schiffen verschlossen bleiben. Unser Schiff arbeitet mit Satellitennavigation neuesten Standes und ist darüber hinaus mit modernen Iridium und Inmarsat Satelliten-Kommunikations-Systemen ausgerüstet.
Deckplan
Deck 8
Deck 7
Deck 6
Deck 5
Deck 4
Deck 3
Deck 1
Die Kapitan Khlebnikov auf einen Blick
Länge: | 122.5 m |
|---|---|
Breite: | 26.5 m |
Tiefgang: | 8.5 m |
Tonnage: | 12.288 Tonnen |
Antrieb: | sechs Wartsila Dieselmotoren, 24.000 PS |
Eisklasse: | KM*LL3 A 2 |
Geschwindigkeit: | 15 Knoten |
Besatzung: | 70 |
Passagiere: | 112 |
Flagge: | Russland |
Gesundheit und medizinische Vorsorge
Allgemeine Verfassung
Machen Sie sich auf die üblichen Probleme, die eine Reise mit sich bringt gefasst, wie eine Umstellung der Ernährung, Sonnenbrand oder Seekrankheit. WICHTIG: Wenn Sie regelmäßig bestimmte Medikamente einnehmen müssen, nehmen Sie diese in ausreichender Menge mit und bringen Sie einen Brief ihres Hausarztes mit, der diese Gesundheitsprobleme beschreibt, damit der Arzt an Bord des Schiffes im Notfall schnell richtig reagieren kann.
Impfungen
Im Moment sind keine speziellen Impfungen für die Länder nötig, die Sie auf Ihrer Antarktisreise besuchen. Wenn Sie allerdings bestimmte bereiche Asiens, Afrikas oder Südamerikas besuchen, könnte eine Gelbfieberimpfung angebracht sein. Außerdem sollten Sie mit Ihrem Hausarzt sprechen, um sicher zu gehen, dass Standardimpfungen, wie die gegen Tetanus, Diphterie und Hepatitis A, wirksam sind. Ältere Reisende wollen vielleicht noch Vorsorgemaßnahmen gegen Grippe und Lungenentzündung treffen.
Vorgehen gegen die Seekrankheit
Rechnen Sie mit rauhem Seegang. Sollten Sie anfällig für die Seekrankheit sein, sprechen Sie vor der Reise mit Ihrem Artzt über eine mögliche medikamentöse Behandlung und deren Nebenwirkungen.
Um die Seekrankheit zu lindern, vermeiden Sie Alkohol, Zigaretten und enge Räume. Die meisten Menschen fühlen sich besser, wenn Sie an Deck sitzen und den Horizont beobachten oder einfach nur mit geschlossenen Augen daliegen. Sie werden sich auch besser fühlen, wenn Sie eine Kleinigkeit, wie Cracker oder Toast, gegessen haben. Wenn Sie einmal Seekrank sind, werden Tabletten nur noch vom geringem Nutzen sein. Der Schiffsarzt kann Ihnen eine Injektion verabreichen.
Was auf einem Expeditionsschiff für Antarktisreisen nicht vorhanden ist ...
- Krankenhaus
- Blutuntersuchungen, die über eine Bestimmung des Blutzuckergehalts hinaus gehen
- Röntgenstation
- Bluttransfusionen
- Zahnärztliche Betreuung, die über erste Hilfe hinausgeht
- Chirurgie
- Anästhesie: Ketamine Anästhesie ist möglich, aber riskant. Lokale Betäubungen werden vorgezogen.
- Thrombolyse
- Intensivstation und Behandlung von Herzinfarkten
- Dauernder Zugang zu einer großen Klinik an Land
Häufig gestellte Fragen
- Muss ich in guter gesundheitlicher Verfassung sein?
Ja. Wenn Sie eine Reise antreten, werden wir Ihnen zudem stets ein Formular geben, das uns über Ihren gesundheitlichen Zustand informieren soll und das Ihr Arzt unterschreiben muss. Da Sie in ein abgelegenes Gebiet mit nur eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten fahren, ist dies für den Erfolg Ihrer Reise von größter Bedeutung. - Gibt es Einrichtungen für Behinderte?
Die Schiffe sind nicht für körperlich behinderte Menschen ausgelegt. Die Türen sind schmal und schwer und die Außentüren haben hohe Schwellen. Auf Deck kann es zudem sehr rutschig sein. - Sollte ich eine Reiseversicherung abschliessen?
Sie sollten eine Reiseversicherung abschliessen, die die Kosten einer medizinischen Behandlung und eines Abtransports abdeckt, da dies in abgelegenen Gegenden sehr teuer sein kann. - Ist ein Arzt an Bord? Was passiert wenn ich krank werde?
An Bord des Schiffes befindet sich zumindest stets ein Arzt. An Bord befindet sich die medizinische Grundausstattung. Sie sollten jedoch unser Formular, mit Angaben über Ihren Gesundheitszustand, gewissenhaft ausfüllen, damit der Arzt im Notfall in der Lage ist, korrekt zu handeln. - Muss ich für die Reise fit sein?
Eigentlich nicht. Die Ausflüge finden mit dem Schiff statt und sind daher nicht körperlich anstrengend. Und obwohl so viel Zeit wie möglich an Land verbracht wird, können Sie auch gerne an Bord des Schiffes bleiben, um sich auszuruhen. Viel von der Umgebung und der Tierwelt können auch vom Deck des Schiffes aus beobachtet werden. Immer wenn es möglich ist, teilen wir vor den Ausflügen Gruppen ein, die unterschiedlich lange unterwegs sind.
Klima
Die beste Jahreszeit - und wann es was zu sehen gibt
Reisen in die Antarktis finden im Südsommer statt - zwischen November und März. Innerhalb dieser Periode gibt es allerdings unterschiedliche Höhepunkte. Die folgenden Hinweise wurden von Experten zusammengestellt und sollen Ihre Reiseplanung erleichtern:
November
Die abenteuerlichste, und in gewisser Hinsicht auch beeindruckendste Zeit:
- Die See ist noch mit Packeis bedeckt, die Strände sind mit Schnee bedeckt
- Pinguine kommen zu ihren Kolonien zurück und beginnen mit dem Nestbau
- Die ersten, noch wenigen Besucher kommen in die Antarktis
Dezember bis Januar
Die wärmsten und vom Wetter her sicherlich besten Monate für einen Besuch:
- Fast 24-stündiges Tageslicht
- Weihnachten und Neujahr in der Antarktis
- Die ersten Pinguinküken schlüpfen
- Pelzrobbenbabys in Süd-Georgien
Februar bis März
Dies ist die beste Zeit für Walbeobachtungen:
- Das Eis hat sich weitgehend zurückgezogen und erlaubt Anlandungen weiter im Süden
- Hervorragende Chancen zur Walbeobachtung vom Schiff und von den Zodiacs aus
- Pinguinküken werden flügge
- Pelzrobben tauchen nun auch an der Antarktischen Halbinsel auf